- Definition: Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) war bis zum 31.10.2020 die gesetzliche Grundlage für energetische Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Seine Inhalte sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) aufgegangen, das seit dem 29.07.2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) heißt.
- Funktion/Anwendung: Das EnEG ermächtigte die Bundesregierung, Verordnungen wie die Energieeinsparverordnung (EnEV) zu erlassen, die konkrete Vorgaben zur Energieeffizienz von Gebäuden machten. Heute stehen Grundsätze und Anforderungen gemeinsam im GModG.
- Bedeutung: Lange Zeit war das EnEG zusammen mit der EnEV das zentrale Regelwerk für energiesparendes Bauen. In älteren Baugenehmigungen, Nachweisen und Energieausweisen finden sich deshalb häufig Verweise auf EnEG und EnEV.
- Relevanz für Energieberatung: Für aktuelle Beratungen ist das GModG maßgeblich. Kenntnisse über EnEG und EnEV helfen Energieberatern, ältere Unterlagen richtig einzuordnen, etwa Nachweise aus der Bauzeit eines Hauses.
- Zusätzliche Informationen: Das GEG hat am 01.11.2020 das EnEG, die EnEV und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in einem Gesetz zusammengeführt. Seit dem 29.07.2026 heißt es Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG); dabei wurden unter anderem die 65-%-Pflicht für neue Heizungen und die Austauschpflicht für alte Heizkessel gestrichen (Stand Oktober 2026).
- Verwandte Begriffe: Energieeinsparverordnung (EnEV), Gebäudeenergiegesetz (GEG), Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)
- Abkürzungen und Akronyme: EnEG (Energieeinsparungsgesetz), EnEV (Energieeinsparverordnung), GEG (Gebäudeenergiegesetz), GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz)
Anzeige / Bezahlte Werbung
Leistungen im Überblick:
- Erstellung von Energieausweisen
- Erstellung eines Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP)
- Fördermittelberatung sowie die Beantragung dieser
- Beratung und Vermittlung bei Photovoltaikanlagen, Energiemanagementsystemen und Wärmepumpen
Was regelte das Energieeinsparungsgesetz und was gilt heute?
Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) war in Deutschland lange die wesentliche rechtliche Grundlage, um den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken. Seit dem 01.11.2020 gilt es nicht mehr: Seine Inhalte sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) aufgegangen, das seit dem 29.07.2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) heißt. Dieser Eintrag erklärt, was das EnEG regelte und wo die Vorgaben heute stehen.
Ziel des EnEG war es, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser in Gebäuden zu senken und damit den Ausstoß von CO₂ und anderen Treibhausgasen zu verringern. Es enthielt dazu Grundsätze für Neubauten und für den Gebäudebestand und überließ die Einzelheiten Verordnungen der Bundesregierung.
Die konkreten Vorgaben standen in der Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie begrenzte den Energiebedarf von Neubauten und stellte Anforderungen an die Dämmung sowie an Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Für bestehende Gebäude galten Anforderungen vor allem dann, wenn Bauteile erneuert oder umfangreich saniert wurden, und nur, soweit die Maßnahmen wirtschaftlich vertretbar waren. Ähnliche Regeln enthält heute das GModG, zum Beispiel Höchstwerte für den Wärmedurchgang, wenn Bauteile bestehender Wohngebäude geändert werden.
Auch die Energieausweispflicht hatte ihre Grundlage im EnEG, die Einzelheiten regelte die EnEV. Heute steht sie im GModG: Bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung und Leasing muss der Ausweis spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden, bei Neubauten wird er nach Fertigstellung ausgestellt. Er gilt zehn Jahre und informiert über den Energiebedarf bzw. -verbrauch. Verstöße können mit einem Bußgeld bis 10.000 € geahndet werden (Stand Oktober 2026).
Neben dem EnEG und der EnEV gab es das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) mit Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Wärme. Das GEG hat diese drei Regelwerke am 01.11.2020 in einem einzigen Gesetz zusammengeführt, um die Vorgaben für Eigentümer, Bauherren und Planer zu vereinfachen. Mit der Umbenennung in GModG zum 29.07.2026 wurde es erneut geändert; unter anderem entfielen die Pflicht, neue Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben, und die Austauschpflicht für alte Heizkessel.
Für Eigentümer und Bauherren gelten heute die Vorgaben des GModG. Ob es darum geht, die Energieeffizienz eines Bestandsgebäudes zu verbessern oder einen Neubau zu planen: Energie-Effizienz-Experten aus unserem Verzeichnis kennen die aktuellen Anforderungen und Fördermöglichkeiten.
Zusammenfassend legte das Energieeinsparungsgesetz den Grundstein für Mindeststandards bei der Energieeffizienz von Neubauten und für Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand. Als eigenständiges Gesetz existiert es seit dem 01.11.2020 nicht mehr. Seine Ziele werden heute im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG) weiterverfolgt.
