- Definition: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist das deutsche Gesetz, das die energetischen Standards für Neubauten und bestehende Gebäude definiert, um den Energieverbrauch zu minimieren. Seit dem 29.07.2026 heißt es in geänderter Fassung Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Es vereint die Anforderungen an den Energiebedarf für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung.
- Funktion/Anwendung: Das GEG setzt energetische Mindeststandards für den Neubau und bei wesentlichen Änderungen von Gebäuden. Es regelt u.a. den Einsatz erneuerbarer Energien, die Energieeffizienz von Gebäuden und die Energieausweis-Pflicht.
- Bedeutung: Das GEG ist sowohl für den Klimaschutz als auch für die Reduzierung der Energiekosten von entscheidender Bedeutung. Es zielt darauf ab, den Energiebedarf und die CO2-Emissionen von Gebäuden zu senken und somit zur Erreichung der Klimaschutzziele beizutragen.
- Relevanz für Energieberatung: Für Energieberater ist das GEG zentral, da es die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Energieeffizienz von Gebäuden setzt. Es beeinflusst wesentlich die Beratung hinsichtlich energetischer Sanierungsmaßnahmen und der Nutzung erneuerbarer Energien.
- Zusätzliche Informationen: Das GEG ist das Ergebnis der Zusammenführung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG), der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) im Jahr 2020.
- Verwandte Begriffe: Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV), Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)
- Abkürzungen und Akronyme: GEG (Gebäudeenergiegesetz), GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz, seit 29.07.2026)
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Leistungen im Überblick:
- Erstellung von Energieausweisen
- Erstellung eines Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP)
- Fördermittelberatung sowie die Beantragung dieser
- Beratung und Vermittlung bei Photovoltaikanlagen, Energiemanagementsystemen und Wärmepumpen
Was versteht man unter dem Gebäudeenergiegesetz (GEG)?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) trat am 01.11.2020 als zentrales Regelwerk in Kraft, mit dem Ziel, die energetischen Anforderungen an Gebäude einheitlich festzuschreiben. Sein Hauptanliegen ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen und internationalen Energieeffizienzziele zu leisten und somit den Energiebedarf von Neubauten und Bestandsgebäuden deutlich zu reduzieren. Auf unserer Plattform möchten wir Ihnen eine klare Übersicht über das Gesetz bieten, damit Sie verstehen, welche Auswirkungen und Anforderungen das GEG für Ihr Projekt oder Bestandsgebäude mit sich bringt.
Das GEG vereint die zuvor in Deutschland geltenden Gesetze und Verordnungen zur Energieeinsparung in Gebäuden, darunter die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), in einem einzigen Gesetzestext. Durch die Bündelung dieser Regelungen strebt das GEG eine Vereinfachung und Verbesserung der Rechtsklarheit an. Es regelt somit sowohl die energetischen Eigenschaften von Neubauten als auch energetische Sanierungsmaßnahmen in Bestandsgebäuden und bezieht dabei die Nutzung von erneuerbaren Energien für Heizung und Warmwasserbereitung mit ein.
Seit dem 29.07.2026 gilt das Gesetz in geänderter Fassung als Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die wichtigsten Änderungen betreffen die Heizung: Die Pflicht, neue Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben, die Austauschpflicht für alte Konstanttemperaturkessel und das Betriebsverbot für fossile Heizungen ab 2045 sind entfallen. Stattdessen müssen neu eingebaute Gas- und Ölheizungen ab 2029 schrittweise einen Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen, beginnend mit 10 %. Für den Energieausweis gelten ab dem 01.01.2027 neue Regeln, etwa der digitale Ausweis als Regelfall (Stand Oktober 2026).
Der Anwendungsbereich des GEG erstreckt sich auf nahezu alle Gebäudetypen, unabhängig davon, ob es sich um Wohn- oder Nichtwohngebäude handelt. Es definiert technische Mindestanforderungen an die Energieeffizienz, die bei Neubauten eingehalten werden müssen, und legt Maßstäbe für die energetische Bewertung von bestehenden Gebäuden fest, insbesondere im Falle von wesentlichen Änderungen oder Erweiterungen.
Neubauten müssen nach dem Gesetz als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden, also einen sehr geringen Energiebedarf aufweisen, der zu einem erheblichen Teil durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Nach der neuen EU-Gebäuderichtlinie sollen neue öffentliche Nichtwohngebäude ab 2028 und alle Neubauten ab 2030 Nullemissionsgebäude sein. Für Bestandsgebäude sieht das GEG vor, dass Sanierungsmaßnahmen so durchgeführt werden müssen, dass sie insgesamt wirtschaftlich vertretbar sind und sich im Laufe der Nutzungsdauer durch die eingesparten Energiekosten amortisieren können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des GEG ist der Nachweis der Einhaltung seiner Vorgaben. Für Neubauten ist ein Energieausweis auszustellen; bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung muss er vorgelegt werden, ab 2027 auch bei größeren Renovierungen und bei der Verlängerung von Mietverträgen. Der Ausweis gibt Auskunft über die energetische Qualität des Gebäudes; Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 € geahndet werden. Dieser Ausweis ist ein zentrales Instrument, um Transparenz über den Energieverbrauch und die Energieeffizienz eines Gebäudes zu schaffen und damit ein wesentliches Element für die Umsetzung der im GEG verankerten Ziele.
Das vielschichtige Regelwerk kann Fragen aufwerfen, insbesondere zur praktischen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Unsere Plattform soll Licht ins Dunkel bringen; für die Beratung zu Ihrem Gebäude vermitteln wir Ihnen einen Energieberater in Ihrer Nähe. Ob Sie Planer, Bauherr oder Eigentümer eines Bestandsgebäudes sind: Ein Energieberater hilft, die Anforderungen nicht nur zu erfüllen, sondern auch als Chance zu begreifen, die Energieeffizienz und damit den Wert Ihrer Immobilie nachhaltig zu steigern.
Zusammengefasst bildet das Gebäudeenergiegesetz, heute Gebäudemodernisierungsgesetz, die rechtliche Grundlage für die energetische Bewertung und Verbesserung von Gebäuden in Deutschland. Es setzt ambitionierte Ziele für die Energieeffizienz von Neubauten und Sanierungsprojekten und fördert die Nutzung erneuerbarer Energien. Durch die einheitliche Zusammenführung zuvor geltender Regelwerke schafft das GEG eine klare, verständliche und anwendbare Gesetzesbasis für alle Akteure im Bau- und Immobiliensektor. Damit Ihr Vorhaben den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht, vermitteln wir Ihnen über unser Verzeichnis einen Energieberater in Ihrer Nähe.
